Zucker – Jamaika jenseits des Tourismus

Ganz versteckt in den Bergen gibt es auf Jamaika noch die traditionelle Zuckerherstellung, allerdings nur für den Eigenbedarf der Landbevölkerung. Das Endprodukt ist dabei der sogenannte „wet sugar“.

Von Zuckerrohr umgeben dient der Schuppen zum Aufbewahren von Stroh und Brennholz und beherbergt den Ofen zum Einkochen des Zuckersaftes.

Die „Hauptperson“ beim Arbeitsprozess ist das Pferd, das harte Arbeit leistet.

1 PS dreht das Getriebe, mit dem die einzelnen Zuckerrohre gepresst werden.

Zwei Männer arbeiten an der Presse.

Das frische Zuckerrohr wird in die Presse geschoben. Auf der anderen Seite wird das Stroh herausgenommen und beiseite geworfen. Es wird noch als Brennmaterial verwendet.

Der Zuckersaft wird in einem Behälter aufgefangen und dann in die Kübel gegossen, die in den riesigen handgebauten Ofen integriert sind.

Trotz sommerlicher Hitze muss nun eingeheizt werden. Angefeuert wird mit Zuckerrohrstroh.

Danach wird ein Rost eingeschoben und mit Holz weiter geheizt.

Der fertige wet sugar ist eine Masse, die gleichzeitig fest und doch weich ist, vielleicht am ehesten mit der Konsistenz von weichem Marzipan zu vergleichen. Er enthält so viele gesunde Stoffe, dass man ihn als gesunde Leckerei bezeichnen kann.

 

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2 Antworten auf Zucker – Jamaika jenseits des Tourismus

  1. Interessanter Beitrag, Ulla, ich kannte nur die Zuckerrübe bei niedersächsischen Bauern und wusste von Zuckerrohr bei den Jameikanern nur wenig.
    Danke fürs Mitteilen.

    • Ulla sagt:

      Danke für deinen Kommentar, Herbert! Es gibt auf Jamaika noch vieles Urige zu erleben, z.B. Haustiere in Einzelhaltung und ohne Plastikschild im Ohr. Aber die Menschen haben, genau wie hier, ein mobile phone am Ohr. LG nach Berlin

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