Time Machine

Wer hätte im Dunstkreis der EZB so etwas Nostalgisches vermutet?

Die Gummireifen sind noch recht gut. Das Vehikel muss in diesem Jahrhundert schon mal benutzt worden sein. Als ich dieses Gefährt sah, fiel mir ein kleiner Text ein, den ich vor Jahren mal anlässlich einiger überlieferter Liebesbriefe gemacht habe:

Willst Du mal dem Streß entfliehn, so steig nur ein, so komm nur rein, komm in meine Time Machine! Laß alles liegen, laß alles stehn, drück auf Knöpfchen achtzehn-zehn, und Donner und Blitz bist Du samt Deinem Sitz in einer zuckelnden Kutsche drin. Die fährt von Leipzig nach Berlin. Du bist jung, und Du heißt Fritz. Und in Deinem Oberstübchen wohnt einzig und allein Dein Liebchen. Drei Tage fährst Du bis Berlin. Da wohnt Riekchen, da willst Du hin! Drei Tage hin und drei zurück. Kein Auto, keine Eisenbahn beschleunigt Dir Dein Liebesglück. So träumst Du Deinen süßen Wahn drei Tage hin und drei zurück. Wenn auch langsam geht die Uhr, Du bleibst treu und Du bleibst stur. Die Time Machine kann Dich nicht locken, Du bleibst in Deiner Kutsche hocken. Denn Rieke-Kind ist gar zu nett, die findt man nicht im Internet. Die gibt’s nur achtzehnhundertzehn. Ach, Du liebe Zeit, bleib stehn!

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