Grenzgang

Seit Jahren ärgere ich mich, wenn ich in Frankfurt auf einer Straßenbahn als Ziel „Stadtgrenze Offenbach“ lese. Was kann eine Stadtgrenze für ein Ziel sein? Was gibt es dort außer einer Grenze? Gibt es dort andere Verkehrsmittel, um in dieses Offenbach hineinzukommen, nicht nur an seine Grenze? Vor ein paar Tagen war endlich der Entschluss gereift: Ich fahre mit der Straßenbahn zur Stadtgrenze Offenbach!

Oh, an der Stadtgrenze gibt es einen Grenzgraben!

Ist ja auch das Mindeste, einen Graben zwischen Frankfurt und Offenbach zu haben!

Schön ist er, der Grenzgraben!

Aber auf einmal ist die Welt mit Brettern zugenagelt. Schade. Naja, ist halt Offenbach…

Nach einem Gang durch ein ganz normales Wohngebiet gerate ich plötzlich unter die Außerirdischen.

Die scheinen sich hier nicht besonders wohl zu fühlen.

Ich weiß nicht recht, ob sie sich graulen, oder ob sie mich vergraulen wollen…

Diesem geht es genau wie mir: „Wo bin ich hier?“

Ja, wirklich: Wo bin ich hier? In Offenbach? Oder auf dem Mond?

Der Mond scheint bewohnt zu sein.

Es gibt sogar eine Promenade!

Wer möchte hier wohl promenieren  –  außer mir?

Aber, oh Wunder, am Ende der Promenade ist Heimat in Sicht! Frankfurts Baustelle Nummer eins, die EZB, grüßt über die Grenze nach Offenbach, Orientierung für verirrte Grenzgänger!

Und hierfür hat sich der Grenzgang gelohnt: Frankfurts altes Wahrzeichen, der Henninger- Turm, im Abriss begriffen, und das neue Wahrzeichen, die EZB, fast fertig, auf einen Blick!

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