Kunst ohne Künstler?

Schon seit vielen Jahren geistert der Begriff „Copyright“ durch alle Sparten von Kreativität. Man muss stets darauf bedacht sein, dass kein Copyright, fremdes oder eigenes, verletzt wird. Daher wird im Allgemeinen bei einem Kunstwerk auch der Künstler genannt, der es kreiert hat. Umso erstaunter war ich, dass es zu einem Kunstwerk, das in Frankfurt vor dem Dominikanerkloster steht, keinen Künstler gibt. Ich habe mich sehr bemüht, ihn herauszufinden und mich auch an die Evangelische Kirche gewandt, für die das rostige Objekt wirbt, was man dank einer eingearbeiteten Plakette erkennen kann. Es gibt keinen Künstler, wurde mir gesagt. Das Werk ist also „nur“ Werbung. Nach meinem Empfinden ist es eine sehr künstlerische Werbung.

Und da dieses Kunstwerk ohne Künstler mich fasziniert, habe ich ihm einen kleinen Text verpasst.
(Keine Werbung, Künstler der Kleinkunst bekannt, Copyright: Ulla Leis / Musenkuss)

Ich stecke voll Begeisterung,
voll Übermut und Kraft und Schwung,
und so setz‘ ich an zum Sprung.
Doch: “Wo soll’s hingehn?“, frag ich mich.
“Will ich vor oder zurück?
Geh ich in die Luft?
Oder vielleicht gar in die Knie?“
Im Sprung verharre und erstarre ich.
Verwirrt hat sich mein Sinn.
So steh‘ ich nun recht lange schon
und roste vor mich hin.

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Gestaltung

Spät abends in einem dunklen Durchgang in der Offenbacher Schlossstraße fiel mein Blick in diese Nische. So wischiwaschi wie dieses Foto war auch mein erster Eindruck. Aber irgendetwas war auffallend an diesem urbanen Triptychon. Ich musste doch mal näher hinschauen:

Ach so, diese Nische, diese Wand gehören zum Komplex der Offenbacher Hochschule für Gestaltung! Das erklärt die Reliefs. Sie sind vom Anfang des 20. Jahrhunderts, zeigen Handwerker und Künstler bei der Arbeit, bei der Gestaltung ihrer Ideen. Und gleich daneben sehen wir nun die gestalterischen Versuche derer, die es in unserem 21. Jahr-hundert nicht an die Hochschule geschafft haben, vermutlich auch gar nicht versucht haben. Nicht jeder hat die Möglichkeit zu studieren. Aber den Drang zum Gestalten haben alle und haben sie immer gehabt, von Lascaux bis Offenbach.

Ein paar Eindrücke des Offenbacher Gestaltungswillens gibt es auch hier zu sehen:
http://musenkuss.de/grenzgang/

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Königsbrünnchen

Als ich in den fünfziger Jahren das Königsbrünnchen kennenlernte, sprudelte es aus rot gefärbten Steinen, dicht umstellt von Bäumen, die es zu einem lauschigen Plätzchen machten.

Königsbrünnchen im Frankfurter Stadtwald 1958,
Zeichnung: Otto Leis, Copyright: Ulla Leis

 

So sieht das Brünnchen heute aus. Es ist offenbar Platz geschaffen worden für großen Besucherandrang. Die Stimmung ist nun eine andere. Aber das eisenhaltige Wasser ist noch dasselbe, wenn es auch fließt und ständig neu ist. Es schmeckt noch genauso wie früher und es gibt auch immer noch Leute, die sich ein paar Flaschen davon abfüllen und mit nach Hause nehmen.

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Mars

Wer hat in meinen Helm gepinkelt?
Wer hat mir Sand ins Getriebe gestreut?
Wer hat mich beschissen,
vermöbelt,
verbleut?
Fühlt euch ruhig stark.
Es wird euch nichts nützen.
Mars ist der Größte.
Wie eh und je.
Reckt sich und streckt sich.
Schüttelt euch ab und lacht euch aus,
euch Friedensflöhe,
euch pazifistische Heckenschützen.

MUSENKUSS

 

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Schiller in Frankfurt

„Schiller in Frankfurt“ ist für Frankfurt kein rühmliches Thema. Nicht, weil er hier so respektlos eingekeilt ist, sondern weil er zu seinen Lebzeiten in Frankfurt keine Unterstützung fand.

Auf seiner Flucht aus Württemberg hatte Schiller mit seinem Freund Streicher vor Erschöpfung zunächst im Stadtwald eine Rast einlegen müssen. Daran erinnert heute noch die „Schillerruhe“. Danach quartierten die beiden sich im Gasthaus „Storch“ ein, in der Brückenstraße in Sachsenhausen. Schiller war allerdings völlig mittellos und konnte das Gasthaus nicht bezahlen. In Frankfurter Buchhandlungen erkundigte er sich nach dem Erfolg seiner „Räuber“ und erfuhr, dass das Stück ein ganz besonderer Erfolg und bereits überall vergriffen war. Er gab sich zu erkennen und bot ein Gedicht zum Kauf an. Man wollte ihm aber statt der geforderten 25 Gulden nur 18 geben, wo­raufhin er das Gedicht behielt. Es ist seitdem verschollen. Er musste im Gasthaus ausharren, bis ein anderer Freund ihm Geld schickte.

Verständlich, dass Schiller Frankfurt nicht liebte, aber die Frankfurter verehrten ihn sehr. Zu seinem hundertsten Geburtstag (1859) wurde eine Schillereiche gepflanzt, ein Schillertaler geprägt und Friedrich Stoltze gab eine Extra-Nummer seiner Krebbel-Zeitung heraus. Zum Fest kamen 40.000 Gäste nach Frankfurt. Auf dem Römerberg wurde das Gipsmodell für das Schillerdenkmal von Johannes Christian Dielmann enthüllt. Das fertige Denkmal wurde dann fünf Jahre später auf dem Schiller­platz errichtet. 1955 wurde es in die Taunusanlage versetzt (s. Foto oben).

Einen ganz besonderen Anblick bot das Denkmal 1946:
Schiller stand aufrecht inmitten der Trümmer!

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Stille – performed

Meine Heimatstadt Frankfurt ist reich an Orten für kulturelle Veranstaltungen. Im Mousonturm gibt es oft Ungewöhnliches, Experimentelles zu sehen, so auch gestern mit der Performance „Born to make you happy“ der beiden Künstler Daniel Cremer und Vincent Stefan. Das Phänomen des gutbürgerlichen „Liederabends“ wird hier nicht nur auseinander­genommen und wieder zusammengesetzt, es werden dem „Neu­bau“ auch neue Teile hinzugefügt. Das hört sich brutal an, ist es auch, aber wenn eine Sache offensichtlich mit Engagement an­gegangen und mit Herzblut gestaltet wird, werden sogar brave Frankfurter Bürger mitgerissen.

Es gäbe über diese Performance viel zu berichten, viel zu diskutieren. Ich möchte hier nur eine Phase schildern, die mich besonders be­eindruckt hat:

Das Publikum, besser: die Teilnehmer, in zwei konzentrischen Kreisen sitzend, wurden aufgefordert, sich – jeder für sich – auf eine einzelne, im Saal befindliche Sache zu konzentrieren, irgendeine. Ich wählte die Musik, die vom Klavier herüberklang. Außer der Musik war nun nichts zu hören, kein Mucks, kein Räuspern. Alle hatten sich offenbar wirklich stark auf irgendetwas konzentriert. Ich lauschte der Musik. Sie wurde leiser und leiser und verklang. Ich lauschte weiter und hörte nun die Stille, hörte die Konzentration meiner Mitmenschen, hörte sie ganz eindringlich! Sie dauerte nicht etwa nur eine Minute, nein, sie dauerte eine kleine Ewigkeit, Zeitlosigkeit, Lautlosigkeit. Die Stille war nicht nur zu hören – ich fühlte sie auch. Ich muss zugeben, dass ich gar nicht mehr weiß, wie wir aus der Stille wieder herauskamen…

Zur Information: http://www.mousonturm.de/web/de/veranstaltung/born-to-make-you-happy

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Der Zahn der Zeit

Zeit ist etwas, das man eigentlich nicht sehen kann. Manchmal wird Zeit aber ganz offensichtlich sichtbar, nämlich durch den „Zahn der Zeit“.

Grabmal auf dem alten Petersfriedhof in Frankfurt am Main

 

Treppe an einem alten Kloster in Moskau

 

Schiffswrack in der Karibik

 

Die Zeit hat viel Zeit. Sie steht am Strand und rostet vor sich hin.

 

Die Uhrzeit zeigt diese Uhr nicht mehr an, aber die Zeit!

 

Fresken in der Abbaye du Thoronet, Südfrankreich

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Vom Barfüßer bezirzt

Nein, es gab beim Brückenfest in Rödelheim keine Kaulquappenfreunde. Alle waren vom „Barfüßer“ bezirzt. Ich gebe zu, dass mir meine Kaulquappen sehr wichtig sind und dass ich etwas traurig war, dass keiner sie kennenlernen wollte. Ich hatte viel Zeit, mir den Barfüßer genau anzusehen und wie die Leute ihren Spaß mit ihm haben. Schließlich hatte er auch mich total bezirzt und ich werde ihn bestimmt bald wieder besuchen.

„Ach, ihr Leut, mer hat’s net leicht
mit so ville Fieß!
Zum Renne uff de Wies
hätte mir ja zwaa gereicht!
Awwer wann ich euch so seh
un wie ihr mich betracht,
denk ich, dass ich acht bis verzeh
aach gut gebrauche kann,
un aan zum Lenke uff de Schnuut
für euch aarme Leut.
Ich seh, Ihr seid scho schlaachkaputt!
Ja, ihr derft mal reide.
Duut mer blooß net streide!
Alles friedlich, biddeschee,
sonst werd ich ungemietlich
un du euch nunnerschmeiße!
Un schee de Reih nach!
Net bescheiße!
Ihr kommt schon all mal draa.
Es gibt nix Schlimmers wie en Streit!
Bei ‚Los‘ geht’s los!
Ich bin bereit!“                             MUSENKUSS

 

 

„Abgehoben“

 

„Nein, lauf nicht weg, du wirst noch gebraucht!“

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Kaulquappenfreunde an der Nidda

Am 3. September 2017 ist wieder Brückenfest in Frankfurt-Rödelheim.

http://www.brueckenfest-roedelheim.de/html/aktuelles.html

Es gibt wieder sehr viele Aktivitäten für Jung und Alt, verteilt auf das Gelände rund um den Blauen Steg. Das Motto des Festes ist diesmal „Mit Hand und Fuß“. An der „Barfüßer“-Skulptur in der Kurt-Halbritter-Anlage werde ich ab 15 Uhr die kleinen Kerlchen zu Wort kommen lassen, die weder Hand noch Fuß haben und sich gerade deshalb sehr mit diesem Thema befassen. Um Hand und Fuß beneiden sie die Frösche und können es kaum erwarten, erwachsen zu werden. Alle Kaulquappenfreunde sind herzlich willkommen!

Als zwei Quappen sich tummelten
und einen Frosch befummelten,
schrie der empört: „Zieht Leine,
sonst mache ich Euch Beine!“
Da riefen entzückt die Knaben:
„D i e   wollten wir immer schon haben!“

Diese entzückende Illustration hat eine Freundin (Kirsten Zwintzscher) für mich zu meinem Text von den Tango tanzenden Fröschen gemacht:

Zwei alte Frösche tanzten Tango
mitten in der Nacht.
Ein Quapp sah zu
und hat gedacht:
„Das ist sehr nett.
Wenn ich doch nur schon Beine hätt.
Ich wär‘ noch viel geschicklicher
und viel argentinischer.
Ich spür‘ schon die Glut:
Ich hab‘ Tango im Blut!“

 

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Ein Ei im öffentlichen Raum

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Aus Spaß an den Wörtern (Teil 2: Hutzelgrünnerisch)

Weil in Frankfurt Bomben fielen, zog meine Mutter mit mir als ich zwei Jahre alt war in die liebliche, bergige Landschaft des Vorspessarts. Dort fließt das Flüsschen „Kahl“ und die Gegend drumherum wird „Kahlgrund“ genannt, wobei „-grund“ nichts anderes als „Tal“ bedeutet. Dort wurde ich auch eingeschult und lernte von meiner Umgebung den „Kahlgrünner“ und „Hutzelgrünner“ Dialekt. (Der „Hutzelgrund“ umfasst ein paar Dörfer, die Teil des Kahlgrunds sind, benannt nach den „Hutzeln“, dem Dörrobst, das in kargen Zeiten zum Überleben half.)

Dort erwachte bereits mein Spaß an den Wörtern, denn meine Lehrerin schenkte mir, kaum dass ich lesen konnte, ein wunderbares kleines Büchlein: „Max und Moritz“. Und im Bücherregal meiner Eltern fand ich mein absolutes Lieblingsbuch: „Deutscher Balladenborn“.

Kein Wunder, dass ich sehr früh Lust bekam, selbst Gedichte zu verfassen. Soweit zu den „Wurzeln“. Die sind mir geblieben. Auch die Sprache ist mir geblieben und es hat mir vor etlichen Jahren großen Spaß gemacht, Reime zu finden auf das sehr ungewöhnliche Wort „Meemersch“. (So wird die Gemeinde Mömbris von ihren Einwohnern genannt.)

Hier ist das Ergebnis:

Mir sån vo Meemersch,
wånn’s Gråås zu lång werd, meehmersch,
lääft’s Gailje falschrim, drehmersch,
is de Karrn in Dreck gefohrn,
mache mir uns gor nix draus,
mir ziechen werrer raus.

Mir sån vo Meemersch,
hoon mer Scheiße gebaut, gestehmersch,
gits e Problem, dann gehmersch
långsåm oo, bluß net su schnell,
mir hoon gemerkt, die mehrschde Sache
kummer nächst Johr aach noch mache.

Mir sån vo Meemersch,
gits ebbes imsunst, verschmeehmersch
werklich net, gits kå Gerücht, dann säämersch,
mir babbele orch geern iwwer die Leit,
die ziehche iwwer uns genauso her,
zuletzt waaß kånner gor nix mehr.

Besucht uns mol in Meemersch,
wånns Eich gefällt, vestehmersch,
wånn äwwer net, iwwersehmersch.
Äwwer macht norn långsåm,
daß Eich nix entgeht,
weil Meemersch aus åchtzeh Dörfer besteht.

(Ulla Leis / Musenkuss)

Mömbris, Ölmühle

Teil 1 von „‚Aus Spaß an den Wörtern“ ist hier:
http://musenkuss.de/aus-spass-an-den-woertern/

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„Frankfurter Freiheit“

„Frankfurter Freiheit“

Wenn auf einer Säule eine Statue als Verkörperung der Freiheit steht, in einer Hand gesprengte Fesseln, in der anderen einen Hut als Symbol der Freiheit, dann könnte man sie ja „Freiheitsstatue“ nennen, aber dieser Titel ist schon vergeben. Das macht nichts, denn die „Frankfurter Freiheit“ ist kein tonnenschwerer Koloss. Sie ist klein aber fein und hübsch obendrein!

 

Freiheitsbrunnen, Frankfurt am Main, Am Weckmarkt 17

Den Brunnen gab es schon seit dem 14. Jahrhundert, aber als Ziehbrunnen. Bekannt/berüchtigt wurde er dadurch, dass eine Mutter ihr Neugeborenes darin ertränkte. 1759 wurde er durch einen Pumpenbrunnen ersetzt. Die Statue schuf der Bildhauer Johann Michael Datzerath.

Der alte Ziehbrunnen

Eine Besonderheit des Pumpenbrunnens ist, dass auf der Säule sein Vorgänger, der alte Ziehbrunnen, dargestellt ist.

 

„Frankfurter Freiheit“ auf dem Freiheitsbrunnen, Frankfurt am Main

Auf einem älteren Foto hatte die Freiheit schon etwas Patina angesetzt. Sie wird wohl ab und zu mal gesäubert!

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MUSENKUSS in der FABRIK

UPDATE: Es gibt jetzt keine Veranstaltungen mehr im Gewölbekeller der FABRIK, aber Besucher des Sommergartens können sich meine Ausstellung noch bis zum Sommerfest am 13. August anschauen. Der Sommergarten ist dienstags bis samstags ab 18 Uhr geöffnet sowie sonntags von 10 bis 14 Uhr zum Brunch. Näheres, auch die Brunchkarte, gibt es unter www.die-fabrik-frankfurt.de.

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Meine Ausstellung „Ein MUSENKUSS für Frankfurt“ im Gewölbekeller der FABRIK kann man sich noch bis 10. Juli anschauen, immer bei Veranstaltungen (Programm unter www.die-fabrik-frankfurt.de) und auch an Sonn- und Feiertagen jeweils von 10 bis 14 Uhr beim Brunch.


Foto: Oliver Ramstedt

Foto: Oliver Ramstedt

Ein MUSENKUSS für Frankfurt
Einladung zur Ausstellungseröffnung
am 8. April, 19 Uhr, in der FABRIK,
Mittlerer Hasenpfad 5, Frankfurt-Sachsenhausen

Wie es sich für einen Musenkuss gehört, gibt es an diesem Abend vielerlei Kreatives, nämlich zusätzlich zu den Frankfurt-Fotos der Ausstellung auch Frankfurt-Texte und Frankfurt-Lieder.

Ulla Leis / Musenkuss hat ihre Frankfurt-Fotos mal mehr mal weniger digital bearbeitet. Sie gibt damit sozusagen den Blick durch die rosarote Brille des Frankfurt-Fans wieder. Am Abend der Ausstellungseröffnung gibt Ulla Leis auch einen Eindruck ihres weiteren kreativen Schaffens: Ihre Liebe zu ihrer Heimatstadt Frankfurt möchte sie nicht nur an Frankfurter vermitteln – auf Frankfurterisch – sondern auch – auf Hochdeutsch – an Neufrankfurter und Gäste der Stadt.

Die Ausstellung kann man sich bis zur Sommerpause bei Veranstaltungen in der FABRIK anschauen sowie außerdem auch an Sonn- und Feiertagen beim Brunch.

www.musenkuss.de                         www.die-fabrik-frankfurt.de

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Zucker – Jamaika jenseits des Tourismus

Ganz versteckt in den Bergen gibt es auf Jamaika noch die traditionelle Zuckerherstellung, allerdings nur für den Eigenbedarf der Landbevölkerung. Das Endprodukt ist dabei der sogenannte „wet sugar“.

Von Zuckerrohr umgeben dient der Schuppen zum Aufbewahren von Stroh und Brennholz und beherbergt den Ofen zum Einkochen des Zuckersaftes.

Die „Hauptperson“ beim Arbeitsprozess ist das Pferd, das harte Arbeit leistet.

1 PS dreht das Getriebe, mit dem die einzelnen Zuckerrohre gepresst werden.

Zwei Männer arbeiten an der Presse.

Das frische Zuckerrohr wird in die Presse geschoben. Auf der anderen Seite wird das Stroh herausgenommen und beiseite geworfen. Es wird noch als Brennmaterial verwendet.

Der Zuckersaft wird in einem Behälter aufgefangen und dann in die Kübel gegossen, die in den riesigen handgebauten Ofen integriert sind.

Trotz sommerlicher Hitze muss nun eingeheizt werden. Angefeuert wird mit Zuckerrohrstroh.

Danach wird ein Rost eingeschoben und mit Holz weiter geheizt.

Der fertige wet sugar ist eine Masse, die gleichzeitig fest und doch weich ist, vielleicht am ehesten mit der Konsistenz von weichem Marzipan zu vergleichen. Er enthält so viele gesunde Stoffe, dass man ihn als gesunde Leckerei bezeichnen kann.

 

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Aus Spaß an den Wörtern

Bei open stages geht es meistens rein musikalisch zu. In der Frankfurt Art Bar kommen ab und zu auch Texte zum Zuge. Ich bin ein Freund von Kleinigkeiten, deshalb haben es mir die Kaulquappen besonders angetan. Die habe ich in der Frankfurt Art Bar schon manchmal kaulen und quappen lassen. Diesmal, am 16. April 2016, hatte ich andere Kleinigkeiten dabei, aber alle in der Nähe der Kaulquappen angesiedelt.

Foto: Oliver Ramstedt

Im Wörtersee

„Baden verboten!“
sagten meine Lehrer.
Ich tat es doch.
Und noch.
Und nöcher.
Die Schlöcher
stehn am Rand
und schrei’n ganz laut,
ich hätt’ ihr A geklaut.
Hab‘ ich auch.
Denn Baden macht noch mehr Spaß
mit ganz vielen AAAAAs.

Verwendung des Begriffs „Wörtersee“ mit freundlicher Genehmigung von Robert Gernhardt (Mai 1997)

Gerne erinnere ich mich an ein besonderes Wörtererlebnis, eine Veranstaltung im Jazzkeller Frankfurt mit dem Titel „WortBeat“:

Damals war ich von den Teilnehmern die Einzige, die ihre Wörter gesungen hat, begleitet von einer Trommel:

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